Die Goldenen Zwanziger – eine Zeit, in der man nach Entbehrung und Enttäuschung endlich wieder das Leben genießen wollte. Während die Nächte von wilden Partys und rauschendem Champagner geprägt waren, gab es eine etwas subtilere, aber nicht weniger verführerische Art des Vergnügens: den Tanztee.☕💃
Nachmittagstee mit einem Hauch von Verruchtheit. Was heute vielleicht nach einer braven Sonntagsveranstaltung klingt, hatte in den 1920ern durchaus seinen pikanten Reiz. Frauen in knielangen Fransen-Kleidern, die mit einem Augenzwinkern zeigten, dass sie sich von alten Konventionen verabschiedet hatten. Männer mit lässig gebundenen Krawatten, die in ihren Teetassen längst nicht nur Tee hatten.
Gegen 16 Uhr traf man sich in eleganten Salons oder Hotel-Lounges, um erst einmal harmlos zu plaudern. Doch sobald die Musik einsetzte – Charleston, Foxtrott, Swing – begann ein Spiel aus Blicken, Bewegungen und kleinen, koketten Berührungen.
🎶 Tanztee als gesellschaftlich akzeptierter Flirt-Treffpunkt
Während sich die feine Gesellschaft noch an klassische Etikette klammerte, nutzten andere die Gelegenheit, um sich bei einem harmlosen Walzer näherzukommen. Die Nachmittage waren lang genug, um sich nach einer gewissen Zeit doch für ein privates Gespräch in eine dunkle Ecke zurückzuziehen.Und mal ehrlich – ein Tanztee war oft nur die Einleitung zu dem, was später in den legendären Nachtclubs geschah…
😉✨ Und heute? Der Charme der Zwanziger ist ungebrochen. Heute erleben Tanztees im Vintage-Stil ein Revival – mit Livemusik, eleganter Garderobe und einem Hauch von Nostalgie. Doch eines hat sich nicht geändert: Auch heute ist ein Tanz nicht immer nur ein Tanz. Wer hätte gedacht, dass ein harmloser Nachmittagstee so aufregend sein kann? 🖤🥂
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